Das neue Jahr

Das neue Jahr steht da wie eine frisch geputzte Tafel,
bereit für neue Kritzeleien – und ernsthafte Skizzen,
bereit für neue Träume und tollkühne Entwürfe.

Das neue Jahr will Ende Jahr vor Farbe nur so triefen.

Foto (CC-Lizenz) via Flickr: wortmeer

Hinter den Apfelbäumen

 

Hinter den Apfelbäumen haust der Wind.
Und du, mein Kind,
verlass nie die Träume,
bleib nie, wo du bist,
geh dorthin, wo andere Kinder sind.

 

Bild: Blühender Apfelbaum von Curt Herrmann (1854 – 1929), Aquarell auf Büttenkarton, 1920 (gemeinfrei)

Du, Wanderer

Du, Wanderer auf unsicheren Pfaden,
auch wenn du nicht weisst, wohin dich deine Schritte führen,
schreite kräftig voran, scheue die schwankende Brücke nicht.
Nur im Stillstand lauert der Tod.

Du, immer wiederkehrender Wanderer,
dein sonnengegerbtes Antlitz bringt mir Kunde vom verheissenen Land.
Der Staub auf deinen Schuhen ist das Gold meiner Träume.
Lass mich mit dir ziehen.

Foto (cc-Lizenz): Germanium

Dieser Text wurde ein erstes Mal im Forum Literarchie veröffentlicht.
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