Gebet

Herr, ich bin abgefallen von dir – und von mir.
Den bitteren Kelch habe ich zurückgewiesen
Und bin in den süssen Alltag geflohen,
in die behagliche Belanglosigkeit.

Du hast mich gerufen
und ich habe dich nicht gehört.
Ich habe mir die Ohren zugehalten,
damit die Wahrheit mich nicht verstöre,
damit ich nicht aufbrechen muss.

Du hast mir den Weg gewiesen,
doch ich bin ihn nicht gegangen.
Du wolltest, dass ich in die Berge gehe
– und in dunkle Täler.
Aber ich habe mich in der Ebene verirrt.

Herr, ich bin vor dir zurückgeschreckt.
Zu gross schien mir die Aufgabe, zu klein mein Mut.
Doch es gibt kein Entkommen,
es gibt kein Verstecken vor dir – vor mir.

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