Indien-Tagebuchauszug 14.02.2009

Im Februar und März 2009 war ich sechs Wochen in Südindien: ein äusseres wie inneres Abenteuer, aus dem ich gestärkt und verändert zurückkehrte. Während dieser Zeit entstand ein Reisetagebuch, das hier einsehbar ist – leicht überarbeitet und mit Fotos versehen, die mir zu einem guten Teil von Laurent Quere zur Verfügung gestellt wurden. Herzlichen Dank!

Einzelne Ausschnitte des Tagebuchs werden in lockerer Folge als Schmankerl auf der Hauptseite veröffentlicht:

Die Tage fliessen träge dahin und sind doch zu kurz. Ich lese viel, hauptsächlich in einem sehr spannenden Buch über Sri Aurobindo und die Mutter, über ihren Werdegang und ihre je eigene Suche nach dem Geistigen in ihnen selbst und in der Welt. Beide sind diesen Weg mit einer Konsequenz gegangen, wie ich sie nur bewundern kann: Sri Aurobindo den Yoga-Weg, die Mutter den okkulten Weg in Anlehnung an den Yoga. Aber beide sind den Weg mit einer bedingungslosen Forschergesinnung, mit Forschermut gegangen und haben ihn mit wissenschaftlicher Akribie verfolgt, und das lange bevor sie sich getroffen haben. Ferner habe ich einen ersten Durchgang durch das Kapitel über die Psychologie des integralen Yoga, eine Art „integralyogische Menschen- und Weltkunde“, gemacht. Die vielen neuen Begriffe über die Seins- und Bewusstseinsebenen erfordern mindestens einen zweiten Durchgang durch dieses Kapitel, um die Zusammenhänge nur einigermassen zu verstehen. Natürlich lese ich all dies vor dem Hintergrund der Anthroposophie. Ihre Kenntnis ist mir eine grosse Verständnishilfe, ohne dass ich jetzt beide Anschauungen in Übereinstimmung bringen oder bereits wesentliche Unterschiede erkennen könnte.

* * *

Auch bin ich viel auf den staubigen Strassen von Auroville unterwegs, lerne so das physische Auroville kennen. Das Zentrum bildet der Matrimandir, eine aus vergoldeten flachen Schalen gebildete, in der Senkrechten etwas zusammengedrückte Kugel, die kein Tempel sein will und doch von vielen wie ein Tempel verehrt wird. Gedacht ist er als Ort der Ruhe und der Konzentration, wo alle Menschen, unabhängig ihrer Religion, Zugang haben sollen und die Verbindung zum „Supramentalen Geist“ suchen können. Ein Mitgast im Sharnga verglich den Rummel um den Matrimandir, der nicht einfach so zugänglich ist, mit Disneyworld. Und so unrecht hat er nicht – zumindest von aussen betrachtet. Allerdings wollen ihn halt auch viele Menschen sehen, und das allein mahnt schon an Disneyworld.

Matrimandir, das Zentrum von Auroville

Hier geht es zum Tagebuch: https://walbei.wordpress.com/tagebuch-indien-2009/ – oder einfach oben im Kopfbereich des Blogs auf die Seite “Tagebuch Indien 2009″ klicken.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: