Zeitlose Instanz

Manchmal schrecke ich auf wie aus einem Traum: Wie konnte ich vergessen, dass ich älter geworden bin? Denn das Auge lässt sich immer weniger täuschen, dass hinter dem Gesicht, unter dem Haar sich ein Totenschädel verbirgt. Immer weniger ist mein Leib zum Leben geeignet. Sogar meine Gedanken scheinen zuweilen aus einer anderen Epoche zu sein. Trotzdem: Da ist eine zeitlose Instanz in mir, die nicht nach Aktualität fragt und nach dem Geruch der Jugend, die weder Verfall kennt noch Vergänglichkeit. Dieser Teil meines Selbst ist Kind, Jugendlicher und Greis zugleich − und lässt mich vergessen, dass um die Ecke ein Grab auf mich wartet.

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