Indien-Tagebuchauszug 02.03.2009

Im Februar und März 2009 war ich sechs Wochen in Südindien: ein äusseres wie inneres Abenteuer, aus dem ich gestärkt und verändert zurückkehrte. Während dieser Zeit entstand ein Reisetagebuch, das hier einsehbar ist – leicht überarbeitet und mit Fotos versehen, die mir zu einem guten Teil von Laurent Quere zur Verfügung gestellt wurden. Herzlichen Dank!

Einzelne Ausschnitte des Tagebuchs werden in lockerer Folge als Schmankerl auf der Hauptseite veröffentlicht:

Heute Morgen den Matrimandir besucht. Auf einer weissen Sänfte wurde ich von vier Männern in den zentralen Meditationsraum („the inner chamber“) getragen – durch das surreal wirkende Innere des Matrimandir. Ich habe eine Art Ehrerbietung erfahren wie noch nie in meinem Leben. Die runde (vieleckige) Meditationshalle misst etwa zwanzig Meter im Durchmesser, vielleicht auch mehr, und ist ganz in Weiss gehalten respektive crèmefarben. Darüber eine Kuppel, durch die am Zenit ein durch eine Glaslinse gebündelter Sonnenstrahl senkrecht herunterfällt. Auf einem Metallgestell mit Davidssternsymbolen am Boden steht eine Glaskugel (Ø = 70 cm), die diesen Sonnenstrahl auffängt beziehungsweise weiter nach unten leitet, durch den ganzen Baukörper des Matrimandir hindurch, also durch die ganze leicht abgeflachte Kugel, die die Aussenhülle darstellt. Unter dieser Kugel befindet sich eine Art Teich, leicht trichterförmig gebaut und mit Lotusblütenblätter aus Marmor belegt, die wie Dachziegel angeordnet sind. Und über diese Lotusblätter gleitet von der Peripherie her eine dünne Schicht Wasser bis zum Zentrum. Dort steht wieder eine, aber deutlich kleinere Glaskugel, auf die der Sonnenstrahl letztlich trifft.

mm_heliostat2
Schematische Darstellung des Heliostats (näheres dazu in Englisch)

Der zentrale Meditationsraum ist angenehm kühl, und es herrscht trotz der etwa fünfzig Meditierenden (oder gerade deswegen), eine hochkonzentrierte Stille. Der Aufenthalt an diesem Ort hat mich in hohem Masse beseelt. Erfüllt mit einer grossen Freude kam ich wieder hinaus, verändert und gestärkt. Es ist, wie wenn an mich ein Ruf gegangen wäre – und zwar ganz konkret –, dem Transzendenten zu dienen, das Schöne, Wahre und Gute zu befördern, wo immer ich kann. Ein besonderes Erlebnis bei völlig klarem Bewusstsein …

Hier geht es zum Tagebuch: https://walbei.wordpress.com/tagebuch-indien-2009/ – oder einfach oben im Kopfbereich des Blogs auf die Seite “Tagebuch Indien 2009″ klicken.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: