Grundeinkommen im Web: eine kommentierte Linksammlung

Zwar wird nicht im Web entschieden, ob das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) dereinst eingeführt werden wird oder nicht. Das muss auf der politischen Bühne geschehen, in den Parlamenten – unterstützt durch Kongresse, Podien, durch Anhörungen und nicht zuletzt durch den Druck der Strasse. Trotzdem ist das Internet ein riesiger Marktplatz der Ideen und des Austausches zum BGE. Und was das weltweite Web-All alles an Möglichkeiten zu bieten hat, wird auch zugunsten des BGE genutzt. – Eine kleine Linksammlung.


www.archiv-grundeinkommen.de

Eine Art Dinosaurier unter den Webseiten zum BGE: eine riesige Materialsammlung, übersichtlich geordnet und ganz ohne Schnickschnack. Einfacher geht’s kaum. Und doch ist alles in Klickweite, wirklich alles: eine intensiv aktualisierte Medienschau, Links zu regionalen Initiativen, zu Foren und Blogs, zu Wikis und Grundlagentexten und, und, und … Auch Links zu Texten in anderen Sprachen und zu weltweiten Initiativen fehlen nicht. Auf den ersten Blick wirkt das Archiv Grundeinkommen karg, geradezu spartanisch, besonders für das Web 2.0-verwöhnte Auge. Es wird hier eben nicht der schöne Schein gepflegt, sondern ganz und gar der Idee BGE gedient. Übrigens: Natürlich wird auch auf Kritik an der Idee des BGE verwiesen.

Ein Zusammenschluss von Einzelpersonen, Organisatio­nen und Initiativen in Deutschland, die sich für das BGE einsetzen, indem verschiedene Grundeinkommensmodelle diskutiert werden und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit politischen Entscheidungsträgern gesucht wird, ebenso mit Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften und sozialen Bewegungen. Zudem wird durch das Netzwerk Grundeinkommen die wissenschaftliche Debatte zum BGE gefördert. Diese Webseite im Web 2.0-Stil – also mit Kommentar- und Bewertungsmöglichkeiten zu den einzelnen Beiträgen – dient ganz der Vernetzung und Mobilisierung der Mitglieder. Zur Recherche ist die Seite nur beschränkt geeignet, da die Texte und Nachrichten nicht kategorisiert und mit Tags versehen sind.

In etwa das Schweizer Pendant zum Netzwerk Grundeinkommen, wobei die Vernetzung hier nicht im Vordergrund steht, eher die Präsentation des Anliegens. Man kann sich anhand von kurzen und prägnanten Texten einen Überblick über die Idee zu verschaffen. Und viele Menschen – nicht nur des öffentlichen Lebens – kommen mit kurzen Stellungnahmen zu Wort. Wer sich zeitsparend in die Idee des BGE vertiefen will, ist hier gerade richtig. Und der Zugang muss dabei nicht oberflächlich bleiben. Ganz nebenbei: Die Seite ist auch sehr schön gestaltet.

Grundeinkommen Newsblog

Aus derselben Küche, aber eben ein Blog. Die Neuigkeiten beziehen sich meist auf die Schweiz.

Wer es lieber audiovisuell hat, kommt hier voll auf die Rechnung. Der Videoblog ist schön gestaltet und sehr benutzerfreundlich. Eine grosse Auswahl an kurzen und längeren Videos ist übersichtlich geordnet und je nach Interesse leicht auffindbar.

Nicht ganz nebensächlich: Wie kann das BGE finanziert werden? Götz Werner schlägt dazu die Konsumsteuer vor. Hier kann man sich vertieft mit dieser nicht ganz unumstrittenen Idee auseinandersetzen.

Eine Sammlung anderer Finanzierungsmodelle und -ideen bietet das Archiv Grundeinkommen hier an: http://www.archiv-grundeinkommen.de/index.html#finanz.

Die Seite des weltweiten Netzwerks zum Grundeinkommen in englischer Sprache: vom Erscheinen her etwas altbacken, dafür weltumspannend.

Comments

  1. Eine hilfreiche, aber erst anfängliche Zusammenstellung. Folgende Webseiten würde ich unbedingt noch aufnehmen:

    Das Archiv Grundeinkommen, dass zwar kurz verlinkt ist, aber von seiner Aktualität und Wirkung sicher zu den wichtigsten Seiten im Netz gehört. http://aktuelles.archiv-grundeinkommen.de/

    Das wichtigste Web-Projekt zum Grundeinkommen, die 48.000 UnterstützerInnen starke Facebook-Seite. http://www.facebook.com/bedingungsloses.grundeinkommen

    Der Blog von Susanne Wiest. Lebensah, authentisch, Grundeinkommen. http://grundeinkommenimbundestag.blogspot.com/

    Und natürlich, der Film zum Grundeinkommen, von Daniel Häni und Enno Schmidt, zum runterladen oder angucken:

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