In eigener Sache: Das Buch

Liebe Leserin, lieber Leser dieses Blogs, liebe Abonnentinnen, Follower, Zwischendurch-mal-Hineinschauende, liebe Mitreisende im Web-All

In den letzten Wochen und Monaten habe ich nicht allzuviel Zeit und Kraft in diesen Blog investiert. Die meisten Posts waren Zweitausstrahlungen von Texten, die in der ProgrammZeitung oder im HandicapForum veröffentlicht worden waren. Der Grund für meine Zurückhaltung: Ich war anderweitig beschäftigt. Sorry!

Ich hab nämlich geschrieben … Zugegeben: Die Entschuldigung ist nicht gerade originell. Doch ich habe mir halt gedacht: Schreiben ist ja vielleicht das Letzte, das ihr mir übelnehmen werdet, wenn ich mich einfach so davonschleiche.

Ich wollte mich im Printbereich ausprobieren, wollte schauen, ob ich dort etwas zu melden habe, oder ob ich «nur» für das Web-All tauge, das ebenso unermesslich wie flüchtig ist, ebenso metaphysisch wie weltbewegend. Ist das gedruckte Wort wirklicher als das Wort, das über den Bildschirm flimmert? Wird es anders wahrgenommen, anders gelesen? Und schreibe ich einen Text anders, wenn er in Druck geht, als wenn er per Klick veröffentlicht wird?

Ich bin Kolumnist geworden, hab einige journalistische Texte veröffentlicht – und kann mich bald Buchautor nennen. Was für ein Aufstieg! Doch darum ging es mir nicht. Vielmehr wollte ich mich ausprobieren: Was macht mir Freude? Wie kann ich die anderen am besten mit meinen Texten erreichen und berühren?

Dies also zu meiner Entschuldigung.

Und nun zu meinem Buchprojekt:

Im Herbst 2016 wird beim Verlag Johannes Petri unter dem Titel «Mit dem Rollstuhl ans Ende der Welt» mein erstes Buch, ein Journal meiner jüngsten Indienreise erscheinen.

Aus der Ankündigung des Verlages:

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Im Winter 2015 bereiste der Autor mit dem Rollstuhl während dreier Monate Indien. Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Blogeinträge zu dieser Reise bilden das Rohmaterial für das vorliegende Buch. Daraus wurde ein geschickt komponiertes und sprachlich sorgfältiges Mosaik aus Journaleinträgen, Reflexionen und Betrachtungen zur indischen Lebenswelt.

Die Texte behandeln Gesellschaft und Religion ebenso wie die Freuden und Tücken, die ein Rollstuhlfahrer in diesem Land erfährt. Vor uns entsteht ein vielfarbiges Bild einer ungewöhnlichen Indienreise, ergänzt mit Fotos, Routenplänen und, wo nötig, knapp gehaltenen Sachinformationen. Das Buch ist kein herkömmlicher Reiseführer. Es möchte den Leser – ob mit oder ohne Behinderung – dazu ermutigen, doch das Unkonventionelle, ja das scheinbar Unmögliche zu wagen.


 

Per Crowdfunding möchte ich die verbleibende Finanzierungslücke schliessen. Diese besteht zur Hauptsache aus meinem Anteil an den Kosten der Buchproduktion und der Leistungen des Verlags, wie etwa Vertrieb und Marketing. Sollte aus dem Crowdfunding ein Überschuss resultieren, so werde ich diesen nach Möglichkeit in eine Auflagenerhöhung investieren.

Wer hat noch nicht? Wer möchte gern? Hier geht’s lang zu meiner Projektseite auf der Crowdfunding-Plattform

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Danke für eure Aufmerksamkeit!

 

Es geht die Post ab

Obschon man es meinem Blog von aussen kaum ansieht, geht hier seit ein paar Tagen die Post ab. Schreibfaul wie ich nun mal die letzten Wochen war – mein letzter Eintrag stammt vom 21. September –, sollte auf diesem Blog eigentlich inzwischen tote Hose sein. Die LeserInnen im Web-All verzeihen nicht, wenn sie länger nichts mehr zu sehen bekommen, und man gerät schnell in Vergessenheit, gehört allenfalls noch zum digitalen Grundrauschen.

Doch seit ein paar geht hier die Post ab: Die Anzahl der Zugriffe, also der Klicks auf meinen Blog wächst fast schon exponentiell:

Und vollends fasziniert bin ich, wenn ich die Liste der Suchbegriffe betrachte, mit welchen die Leute via Suchmaschine bei mir landen:

Und dabei landen sie hauptsächlich beim «Aufruf zu internationalen gewaltlosen Protesten am 15. Oktober 2011», den ich vor bald zwei Monaten (!) aus dem Spanischen übersetzt und hier veröffentlicht habe.

Nicht dass ich mir darob etwas einbilde. Die Übersetzung ist zwar korrekt, und die Bewegungen in Europa «für echte Demokratie» sind nun mal eine interessante, hochaktuelle Angelegenheit, so dass es alles andere als etwas Besonderes ist, wenn man sich als Blogger damit beschäftigt.

Nein, weshalb ich meine Beobachtung hier veröffentliche: Die Liste der Suchbegriffe ist – ganz im Kleinen – Ausdruck eines erhöhten Interesses für den kommenden 15. Oktober – und womöglich auch Ausdruck für eine gewisse Mobilisierungspotential für diesen Tag.

Neue Druckfunktion

 

Nur so nebenbei:

Lange war ich auf der Suche nach einer sinnvollen Funktion, damit LeserInnen auf meinem Blog längere Texte auf einfache Art ausdrucken können. Denn solche Texte auf dem Bildschirm zu lesen, ist zuweilen anstrengend für die Augen. Prinfriendly (http://www.printfriendly.com/) war eine erste, allerdings nicht ganz befriedigende Lösung, da der Leser, die Leserin mehrere Klicks brauchte, um zu einem Resultat zu kommen. Das Verfahren war also etwas kompliziert und wurde denn auch nicht sehr häufig verwendet.

Nun habe ich Joliprint (http://joliprint.com/) entdeckt. Die Funktion und der entsprechende Knopf (Button) lassen sich einfach über die Sharing-Funktion des Blogs einbauen (Anleitung hier, allerdings in Englisch), so dass die Funktion unter jedem Post zur Verfügung steht. Die Leserin, der Leser klickt darauf, und nach kurzer Zeit steht ein PDF des Posts zur Verfügung, und zwar in einem schönen, zweispaltigen Layout, das dann wahlweise ausgedruckt werden kann. Bilder werden zwar entfernt, doch das stört mich wenig.

Sofort ausprobieren! Längere Texte hat’s inzwischen genug auf meinem Blog.

Der 100. Beitrag – eine statistische Selbstbeweihräucherung

Das ist mein 100. Beitrag auf diesem Blog, der seit bald einem Jahr besteht. In dieser Zeit wurde „Walter Bs Textereien“ 10’198mal angeklickt, was nicht heisst, dass ich so viele Leser hatte, denn ein Leser, eine Leserin kann bei einem Besuch mehrere Klicks (Aufrufe) erzeugen, z.B. indem sie sich bei einem Besuch mehrere Beiträge anschaut. In dieser Zeit wurden 260 Kommentare geschrieben, knapp die Hälfte durch mich selbst als Reaktion auf Kommentare … Gleichzeitig wurde ich automatisch vor 300 Spam-Kommentaren bewahrt.

Einen Überblick über die Entwicklung der Aufrufe (Klicks) bis zum heutigen Tag können Sie hier sehen:

Es fällt auf, dass im November 2010 bezüglich der Klicks ein Quantensprung stattgefunden hat, was mit meinem Einsatz im Zusammenhang mit der eidgenössischen Abstimmung über die Ausschaffungsinitiative, mit der bedenklichen Entwicklung bei der „Basler Zeitung“ und mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen zusammenhängt. Das wird sich voraussichtlich in den nächsten Monaten wieder etwas beruhigen. Literarische Texte werden deutlich weniger oft gelesen, woraus ich aber nicht trugschliesse, dass sie weniger geschätzt werden – und schon gar nicht, dass ich nur noch gut beklickte Artikel schreiben sollte. Ich bin doch nicht bekloppt und schreibe nur noch, was Quote bringt! Wäre ja noch schöner, sich freiwillig zum Traffic-Sklaven zu machen und nur noch mehrheitsfähige Texte zu schreiben. 😉

Was mich besonders freut: Das Indien-Tagebuch hat sich zum Longseller entwickelt.

Hier eine Auswahl der meistgelesenen Texte. Über das Inhaltsverzeichnis in der Kopfleiste können diese bei Interesse auf einfache Art aufgefunden werden:

Um nicht falsche Vorstellungen aufkommen zu lassen: Das alles sind – im Vergleich zu anderen Blogs – bescheidene Zahlen. Trotzdem:

Ich mache weiter.

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