Web-Tipp: Visuelle Poesie

Bei der konkreten Poesie reflektiert der Text nicht mehr einen ausser ihm stehenden Gegenstand, sondern sich selber. Der Text stellt sich also selber dar, er verweist nicht mehr auf etwas Gemeintes − zumindest nicht mehr ausschliesslich. Das besondere Erlebnis der „Leserin“, des „Lesers“ besteht nun gerade darin, dass seine Lesegewohnheiten damit unterlaufen werden. Die Aufmerksamkeit wird vom Inhalt weg auf die konkrete Wahrnehmung des Textes gelenkt, sei das nun im Sehen oder im Hören. Soviel etwas verkürzt zur Theorie …

sich entwickeln

Sehr viel mehr Spass macht die Praxis: Auf meinen Streifzügen durch Web-All, immer auf der Suche nach Eindrücken, die hängen bleiben, nach Inhalten, die verändern, bin ich auf die Webseite von Anatol gestossen, der künstlerisch im weiten Berührungsfeld von Sprache und bildender Kunst zuhause ist. Beeindruckt durch die Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten, die durch den Computer nochmals um Dimensionen erweitert werden, fasziniert auch durch das ganz neue Spracherleben, das einem etwas verkopften Sprachliebhaber reines Vergnügen bereitet − weil er die Sprache zur Abwechslung mal schlürfen kann, statt sie mühsam zu kauen wie Vollkornmüesli −, erstaunt also ob der schlichten Direktheit der konkreten/visuellen Poesie, muss ich euch einfach die Webseite und den Blog von Anatol Knotek ans Herz legen. Neue Horizonte tun sich auf. Und plötzlich werden die Zeichen der Zeit erkannt …

Zeichen unserer Zeit – © Anatol

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