Nach dem langen Schweigen – und um nicht zu verstummen

Seit bald einem halben Jahr habe ich mich nicht mehr gemeldet. Das ist noch nie vorgekommen in den knapp zehn Jahren, die dieser Blog besteht. Ohne klärende Worte, ohne Abschied! Ich habe euch einfach sitzen lassen …

Doch es geschah nicht ohne Not. Das letzte halbe Jahr war voller Verunsicherung und Ungewissheiten. Was will ich mit meinem Schreiben noch? Und was mit meinem Leben? Zudringliche Rückenschmerzen und Schwierigkeiten mit der Atmung gaben diesen Fragen zusätzliches Gewicht. Bleibt mir ein nennenswertes Leben vor dem Tod? Solche Fragen stellten sich mir in den letzten Monaten – allerdings ohne Tragik und ohne dass die Lage je aussichtslos war. Der bittere Kelch ging an mir vorbei.

Nicht dass ich endgültige Antworten auf die Fragen gefunden hätte. Doch sie sind leiser geworden, nicht mehr so drängend. Sie haben ihren Stachel verloren, nicht zuletzt auch, weil es mir inzwischen gesundheitlich deutlich besser geht und die Lebensfreude zurückgekehrt ist. Was für ein Glück!

Was das Schreiben betrifft, weiss ich auch nicht viel mehr als vor der Schaffenskrise. Aber ich weiss, dass ich weiterschreiben will. Immerhin! Es stand tatsächlich die Frage im Raum, ob ich mit dem Schreiben nicht auf das falsche Pferd setze und ob ich meine Zeit nicht mit einer sozialverträglicheren Tätigkeit verbringen soll.

Ich werde also nicht verstummen. Ich kann nicht anders, als mich schreibend in dieser Welt zu orientieren. Ich kann nicht anders, als um redlichen Ausdruck zu ringen, mal in Form einer poetischen Anwandlung, mal mit einem deftigen politischen Text, mal mit einem autobiografischen Versuch, mal mit einer kritischen Analyse. Und für ein solches Sammelsurium ist der Blog geradezu ideal.

Danke für euer Interesse und eure Treue!

Lesung im Museum für Musikautomaten Seewen

Indien aus einer ungewöhnlichen Perspektive

Im Winter 2015 bereiste der Autor mit dem Rollstuhl während dreier Monate Indien. Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Blogeinträge zu dieser Reise bilden das Rohmaterial für das vorliegende Buch. Daraus wurde ein geschickt komponiertes und sprachlich sorgfältiges Mosaik aus Journaleinträgen, Reflexionen und Betrachtungen zur indischen Lebenswelt.
Die Texte behandeln Gesellschaft und Religion ebenso wie die Freuden und Tücken, die ein Rollstuhlfahrer in diesem Land erfährt. Vor uns entsteht ein vielfarbiges Bild einer ungewöhnlichen Indienreise, ergänzt mit Fotos, Routenplänen und, wo nötig, knapp gehaltenen Sachinformationen. Das Buch ist kein herkömmlicher Reiseführer. Es möchte den Leser – ob mit oder ohne Beeinträchtigung – dazu ermutigen, doch das Unkonventionelle, ja das scheinbar Unmögliche zu wagen.

Kurzlesung in der Markthalle zu Basel

Nach längerem Schweigen melde ich mich zurück mit einem Veranstaltungshinweis in eigener Sache. – Es gibt mich also noch …

Unter dem Titel «Notwendige Geschichten» werden die junge Autorin und Studierende am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel Aleksandra Sekanic und ich eine kurze Lesung eigener Texte «performen» (zu Deutsch: zum Besten geben). Die Veranstaltung findet im Rahmen von Wildwuchs unterwegs statt, einer Dépendance des biennalen Wildwuchs-Festivals in Basel.

Wir werden zunächst einen kleinen Pingpong-Match mit Kürzesttexten veranstalten, um so der Fussballweltmeisterschaft im Kleinen etwas entgegenzuhalten. Danach lesen wir noch je einen längeren Text – eine notwendige Geschichte eben.

Die sportliche Lesung findet statt am

Freitag, 22. Juni 2018, um 19.30 Uhr im sogenannten Wohnzimmer der Markthalle Basel

 

Der Eintritt ist gratis. Zahlreiches Erscheinen wird mit Freude quittiert. 😉

 

Lesung und Musik im PROGR Bern

Jetzt ist es dann gut. Doch die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen …

Gerne lade ich euch ein zu einer Lesung aus meinem Buch mit Musik:

Mittwoch, 30. November 2016, 20 Uhr, Kulturpunkt im PROGR Bern (Waisenhausplatz 30)

Um die Lesung etwas aufzulockern, werde ich zwischendurch mit der Gitarre musizieren.

Eintritt frei. Kollekte.

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